Fortifikation Hauenstein - Making Of

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Hintergrund

Tom, der Autor dieser Seite, wuchs in Oberdorf auf. Als Kind war er das 1. Mal auf dem 'Panzertürmli'. Auf vielen Wanderungen im Faltenjura begegnete er immer wieder Spuren der Fortifikation Hauenstein: Bölchen, Gwidem, Wisenberg, Walten, Burgfluh usw.

Irgendwann stiess Tom auf das äusserst interessante Buch Die Schweizer Armee im Ersten Weltkrieg von H.R. Fuhrer. Dieses Buch enthält eine grobe Karte der Fortifikation sowie eine Liste mit allen Stellungen, teilweise mit Koordinaten.

Für seine Hobbies Geocaching (oder hier) und Bergwandern entwickelte der Autor bereits einige interaktive Karten. Von seinem Rebberg in Oberdorf hat er direkte Sicht auf die 'Lauchfluh' mit dem 'Panzertürmli'. So kam er irgendwann auf die Idee, ein Projekt mit dem folgenden Ziel zu starten: Abbildung der gesamten Fortifikation Hauenstein in einer interaktiven Karte.

Die benötigten Koordinaten für diese Karte sind teilweise aus dem erwähnten Buch sowie von Schweizer Festungen entnommen. Die meisten Lokationen wurden / werden vor Ort überprüft, fotografisch festgehalten und hier dokumentiert.

Hardware / Ausrüstung

Garmin Geko (GPS Handgerät), GPS-Logger (Aufzeichnen Tracks für Schützengräben, Pfade etc.), Handy SonyEricsson K800i (Fotos), Digicam Sony Cybershot T5, Palm Tungsten/X (Notizen), Acer Aspire One (Notizen), Dell Vostro Notebook (Entwicklungsumgebung), SwissMap 1:25'000 Papier / DVD, Notizzettel, Foto-Ausdrucke etc.

Software

• Schnittstellen-Software Garmin & GPS-Logger (Daten ohne Medienbruch auf PC übernehmen)
• Entwicklungswerkzeuge Webseite (PHP, MySQL, Javascript)

Dazu musste noch viele eigene Software entwickelt werden:
• Fotos halbautomatisch beschriften / ablegen
• Objekte verwalten (Stützpunkte, Gräben, sonstige Objekte)
• Enhanced Polyline-Encoder für Stützpunkte, Gräben, Wege etc.

Vorgehen

Approach
Mit der interaktiven Karte werden bereits zu Beginn des Projekts über 300 verschiedene Objekte verwaltet. Diese Menge kann mit einer statischen Website nicht mehr verwaltet werden. Also wurden alle Objekte in einer Datenbank abgelegt werden. Zum Ausführungszeitpunkt - d.h. wenn die Seite aufgerufen wird - werden alle benötigten Daten ab der Datenbank gelesen und die Karte dynamisch aufbereitet. Vorteil: dem Benutzer werden immer die neuesten Einträge der Datenbank angezeigt. Die Seite mit der Karte muss nicht mehr angepasst werden.

Datenbanken / Tabellen
Zunächst wurde anhand der zur Verfügung stehenden Daten ein Datenmodell erstellt, die notwendigen Tabellen definiert, implementiert und mit Daten initial gefüllt. Dazu musste noch die Bewirtschaftungssoftware entwickelt werden. Der Datenbestand wird laufend aktualisiert und ergänzt.

Tabelle mit Objekten

Enhanced Polyline-Encoder
Mit der groben Karte aus dem Buch konnte noch keine Rekognoszierung der Schützengräben im Gelände vorgenommen werden. Wie soll diese Karte auf eine neue Topo gemappt werden? Ganz einfach: man nehme das interaktive Polyline Utility von Google und passe es den eigenen Bedürfnissen an (Karten Overlays, Speicherung von Wegpunkten etc.). Hier ein paar Beispiele:


Schützengräben grob positionieren

Schützengräben GoogleMaps
   

Overlay Siegfried-Karte

Overlay Swisstopo

Mit der letzten Karte wurde die Feldbegehung vorgenommen. Die dabei mit dem GPS-Logger aufgezeichneten, konvertierten und überarbeiteten Daten sehen auf der SwissMap so aus:


Diese Software könnte - nach entsprechender Überarbeitung (Benutzerfreundlichkeit etc.) - auch für andere Projekte verwendet werden.

In der Zwischenzeit hat Oskar Schwitter eine Kopie der Original-Karte des Geniechefs zur Verfügung gestellt. Auflage: diese Karte darf nicht veröffentlicht werden.
Das Beispiel oben sieht original so aus:


Mit Hilfe dieser Karte wurden die Schützengräben neu eingezeichnet und es konnten auch Standorte bisher unbekannter Objekte ermittelt werden. Alles diese Erkenntnisse fliessen laufend in die interaktive Karte ein.



** weitere Infos folgen ***

Wie weiter?

Die Datengrundlage für die Karte wird laufend erweitert, es gibt keinen End-Termin. Grössere Anpassungen sind in den News ersichtlich und werden per E-Mail angekündet.

Anregungen / Korrekturen / Ergänzungen werden gerne entgegengenommen!

5.02.2012 / 15:39